Lou Harrison (* 14. Mai 1917 in Portland/Oregon; † 2. Februar 2003 in Lafayette/Indiana) war ein US-amerikanischer Komponist.
Der Schüler von
Henry Cowell und
Arnold Schönberg wirkte von 1936 bis 1943 als Lehrer verschiedener Musikschulen in Kalifornien, danach ließ er sich als Musikkritiker und Instrumentenbauer in New York City nieder. Von 1952 bis 1953 unterrichtete er am Black Mountain Collage von Buncombe County. Zuletzt lebte er in Aptos/Kalifornien mit seinem Lebensgefährten Bill Colvig, der 2000 verstarb.
Mit seinem kompositorischen Schaffen erweiterte Harrison das Instrumentarium und die musikalischen Formen, indem er beispielsweise in seinen Schlagzeugstücken Gegenstände wie Bremszylinder, Metallrohre, Blumentöpfe und Mülleimer einsetzte. Zudem schrieb er Werke für die Instrumentierung von Gamelan-Orchestern und verwendete mittelalterliche Tänze, Rituale der Navaho-Indianer, frühe kalifornische Missionsmusik oder die Hofmusik Koreas in seinen Werken.
Harrison komponierte neben anderem eine Oper (
Rapunzel, 1954), ein Ballett, zwei Sinfonien, sieben Pastoralen für Kammerorchester, zwei Streichersuiten, zwei Violinkonzerte, drei Klavier- und sechs Cembalosonaten, eine Messe, eine Motette und Bühnenmusiken. Sein Klavierkonzert widmete er
Keith Jarrett.